Seit 12 Jahren greift Russland die Ukraine an. So manche/r hat es schon vergessen: Die “grünen Männchen”, die plötzlich 2014 im Osten des Landes auftauchten, und die Annektion der Krim. Der Überfall auf Schaltstellen im Donbas, dem östlichen Wirtschaftszentrum und der Energiequelle des Landes mit Kohlezechen, Kraftwerken und Stahlindustrie.
Wie haben die westlichen Staaten darauf reagiert? Kaum! Erst als der große militärische Angriff erfolgte, wachten die Hauptstädte des Westens auf, und auch das nur langsam.
Warum? Und warum gab und gibt es fast keine Reaktionen darauf, dass bis heute Russland 20% von Georgien besetzt hält, entgegen den Vereinbarungen, die 2008 zwischen den Vertretern Russland und der EU (ohne Georgien!) den Krieg dort beendeten?
In den westlichen Hauptstädten müssen wir ein viel feineres Gespür entwickeln für die Entwicklungen in der post-sowjetischen Welt, für die kleinen Zeichen und Entwicklungen, die Größeres anzeigen. Die baltischen Staaten können dabei helfen. Denn sie haben dafür ein feines Gespür. Aus eigenem Erleben, aus Geschichte und Gegenwart.

