Im Dschungel der Des-Informationen

Bulgarien: Im Dschungel der Informationen

Gleich zwei Veranstaltungen für Journalisten aus Bulgarien bildeten gestern den Start in die neue Saison. Die Sommerpause ist vorbei!

„Deutschlands Europapolitik im Kontext der europäischen Transformation“ war der etwas schwerfällige Titel eines zweitägigen Seminars, 

„Navigieren durch den Dschungel der Desinformation: Auf der Suche nach gesellschaftlichem Konsens“ der Titel der zweiten, einer abendlichen Vortrags- und Diskussionsrunde.

Eingeladen hatten die Deutsche Botschaft in Sofia, die Europäische Akademie Berlin und das Goethe Institut Sofia.

Die Veranstaltungen bahnten den Weg zum Verständnis von aktuellen Themen beider Länder, Bulgarien und Deutschland, und sie gaben Hinweise, wie ein interessierter Leser, Hörer oder Zuschauer sich im Dschungel der Informationen zurecht finden und informieren kann.

Falschmeldungen und unvollständige Informationen, unrichtige Informationen, Desinformationen und irreführende Narrative sowie Propaganda sind eine toxische Mischung, die auf Menschen in Bulgarien einwirken.  Wie also die Fakten herausfinden? Wie die Wahrheit erkunden?

Bulgarien liegt mitten im Spannungsfeld divergierender Interessen. Der EU-Staat war früher eine Sowjet-Republik. Bis heute haben sich einige Traditionen  und Seilschaften aus dieser Zeit gehalten. Alte und neue Strukturen überlagern sich. Ein Leser oder Hörer muss lernen, sie zu sehen und kritisch zu hinterfragen.

Von der ersten Klasse an sollten Schulen den Umgang mit Medien in den Unterricht aufnehmen –  war einer der Wünsche. Einige junge ZuhörerInnen wollten Auskunft, wie sie sich am Besten informieren könnten. – Beeindruckend, wie mutig und wie klar formuliert sie sprachen! –  

Viele unterschiedliche Informationsquellen nutzen, war der Hinweis der Experten Christoph Nehring und Boyko Vassilev, und die Quellen bewusst auf Herkunft und Aussagekraft prüfen. Social Media sei keine verlässliche Quelle für ernsthafte Informationen.

Quellen-kritisch Lesen, das dürfte gerade für diese Region auf dem Balkan ein wichtiger Hinweis sein. Ist zu hoffen, dass der Abend nicht nur mir, aber auch allen anderen Zuhörern gut gefallen hat!

 

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