Tektonische Erdbeben in der Politik. Was tun? In Zeiten von Bündnis-Brüchen und geopolitischen Verschiebungen sucht man nach neuen Wegen und Visionen, und neuen Kooperationen. Gibt es Modelle aus der Vergangeheit, von denen wir etwas lernen können?
Die Ostsee ist ein Raum, in dem sich schon vor Jahrhunderten eine regionale, und dann internationale Kooperation bildete, die sogar weit über diesen Raum hinaus wuchs: Die Hanse. Während die Wikinger im Ostsee-Raum eher wie Raubritter unterwegs waren, gaben sich die Hanse Regeln, die sie gemeinsam aufstellten und einhielten. Sie schufen ein ausgeklügeltes Rechtssystem. So konnten Handel und Wandel sich entwickeln.
Ich habe das Europäische Hansemuseum in Lübeck besucht und mit der Direktorin Dr. Felicia Sternfeld gesprochen. Das Museum lebt und zeigt manches Bekannte, aber auch überraschend viel Neues.
Forscherin Dr. Angela Huang entdeckt weitere Details, die damals das Bündnis der Hanse zusammen hielten.
Wer jetzt inspiriert ist und mit forschen möchte, ist willkommen bei Manuela Nitsch im Europäischen Hansemuseum Lübeck
Eines schien mir ganz deutlich: Damals ging es um ein gemeinsames Interesse, das allen Beteiligten deutlich war. Immer wieder mussten sie die Interessen neu aushandeln und ausbalancieren. Aber das gemeinsame Ziel war klar.
Auch heute müssen viele Interessen neu bewertet und Kooperationen neu gebildet werden. So sollten die EU Staaten endlich zu mehr Gemeinsamkeit finden!










