Konflikte im Kaukasus

Der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan ist zu Ende. Was ist das Fazit? Und was bedeutet der Ausgang für weitere, ähnliche Konflikte? Offenkundig ist das Versagen der internationalen Organisationen. Vier Mal hat die UN Armenien aufgefordert, die besetzten Gebiete von Aserbaidschan zu verlassen. Nichts geschah, trotz der offenkunigen Verletzung der Völkerrechts. Dabei blieb es 26 Jahre lang.

Aserbaidschan wurde unterdessen reicher und reicher, Öl und Gas spülten Petrodollars in die Kassen –  mehr als genug für modernste Waffen jeder Art. Dass sie eines Tages losschlagen würden, daran hat Baku keinen Zweifel aufkommen lassen. Von Zeit zu Zeit gab es zarte Ansätze zu einer friedlichen Verständigung. Doch dabei blieb es. Nach 26 Jahren war die Geduld in Baku am Ende. Die Diplomatie hat völlig versagt.

Und wie steht es um die von Russland besetzten Gebiete in Georgien? Und wie um die in der Ost-Ukraine? Und die Krim? Wo sind die ernsthaften Bemühungen, das Völkerrecht zur Geltung zu bringen? Wie sicher leben wir in einer Welt, in der die Grundsätze unseres staatlichen Miteinanders immer wieder misachtet oder untergraben werden? Und immer wieder ist es die Zivilbevölkerung, die das ganze Leid tragen muss!

Die internationale Gemeinschaft und ihre Organe müssen Mechanismen, Kraft und Einigkeit entwickeln, dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen und dem Egoismus einzelner Staaten Einhalt zu gebieten.

s. auch hier im ip journal

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