Journalisten, freie und feste, der ewige Kampf

Telefongespräch mit einer Redaktion, gestern:
Ich: Ich würde Ihnen gerne einen Beitrag anbieten zum Thema Gas.
Redaktion: Ok, können sie mal schicken.
Ich: Wie lang darf er denn sein?
Redaktion: Schicken sie doch einfach, wir gucken dann mal drauf.
Ich: Haben Sie denn Interesse? Dann wüsste ich gerne, wie lang der Beitrag für Sie sein sollte.
Redaktion: Na da schaut dann der Chefredakteur mal drauf und entscheidet, ob er was nehmen will.
Ich: Tut mir Leid, so arbeite ich nicht. Ich bin Journalistin und arbeite für Hörfunk und Print, Energiefragen. Ich möchte schon wissen, ob sie ernsthaft Interesse haben, und wenn ja, über welche Länge reden wir dann?
Redaktion: Haben Sie denn überhaupt schon Mal für uns geschrieben?
Ich: Ja, ich habe bereits Artikel für die Politk gemacht, 200 bis 250 Zeilen.
Redaktion: Ach so, für die Politik, aha. Na dann schicken Sie doch mal, was sie haben.
Ich: Ich möchte erst einmal wissen, worüber wir sprechen, das ist eine gründlich recherchierte Geschichte. Aber wenn Sie kein Interesse haben, bringe ich die an anderer Stelle unter.
Redaktion: Nein, ich hätte den Artikel gerne. Machen Sie doch einfach mal so 130-150 Zeilen.
Ich: Das ist ziemlich wenig für das Thema.
Redaktion: Längere Sachen haben wir nur am Wochenende.
Aber sie können das ja einfach Mal schicken.
Ich: Also, vielen Dank, vielleicht ein anderes Mal.
Redaktion: Nein, wirklich, schicken sie doch, mal sehen, das bringen wir schon irgendwann unter.
Ich: Vielen Dank für das Gespräch!

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