Welch ein Treffen! 125 junge Musiker aus vier Ländern trafen sich am vergangenen Wochenende in Ahrensburg, nahe Hamburg, zum gemeinsamen Spiel. Sie kamen mit ihren Orchestern aus Finnland, Portugal, und Usbekistan und musizierten zusammen mit dem Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg. Alle Musiker wohnten bei Gastfamilien und Unterstützern in der Umgebung.
Alle zwei Jahre veranstalten der Verein Jugendorchester Ahrensburg e.V. und die Stadt Ahrensburg gemeinsam das viertätige internationale Festival, 2026 fand es zum 19. Mal statt. Die Vorbereitung dauerte zwei Jahre, berichten der 1. Vorsitzende der Vereins Jens Voß und die 2. Vorsitzende Sabine Winkler. Rekordverdächtig war in diesem Jahr die geografische und auch musikalisch-stilistische Bandbreite.
Den weitersten Weg hatten die 33 Musizierenden aus Usbekistan. Ihr Dirigent A´zamkhon Akhmedov absolvierte bereits Tourneen durch Indien, China, die Türkei, Belarus und Italien. Für ihn, wie für die meisten aus dem Taaschkenter Ensemble, war es die erste Reise nach Deutschland. Er berichtet
Ein Musiker, Solo-Oboist Asilbek Yuldoshev, konnte zu meiner großen Überraschung Deutsch sprechen. Von 2014 bis 2020 hatte er an der Musikhochschule in Lübeck Oboe studiert.
Die junge Harfinistin Alexandra Zharikova gewann schon zu Schulzeiten Preise. Heute musiziert sie am Staatlichen Akademischen Theater “Alischer Navoi” in Taschkent.
Neben viel Musik gab es für die Gäste auch Ausflüge in die Region, und eine Festival-Party.
Die gute, freundschaftliche und herzliche Stimmung zwischen den Muskern zeigte eine spontane Szene nach dem letzten Stück, dass alle Musiker zusammen spielten.
Die gemeinsamen Konzerte, Aktivitäten und Begegnungen sind ein eindrucksvolles Beispiel, wie internationale Begegnungen in der Musik neue Brücken bauen und Verständigung schaffen.

